Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.
     Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.

Die Rotmilane sind zurück ...

 

01.04.2026

 

Aktuell wurden von uns bereits mehrere Rotmilan-Horste mit Brutgeschäft in planungsrelevanter Entfernung rund um die Windkraft-Konzentrationszone des Fröhner Waldes gesichtet und verdeckt an ornitho.de gemeldet. Wir beobachten weiter ...

Blutrote Plakate, Fossil-Heizungsgesetz, Iran-Krieg und drohender Armageddon - Kommunale Hobby-Subventionsjäger im Weltuntergangsmodus ...

 

28.03.2026

 

Redispatch-Vorbehalt, Kopplung des weiteren Ausbaus erneuerbarer Energien an den bestehenden Netzausbau, Entfall der Vergütung bei "negativen Preisen" - allesamt Schlagworte, die das Blut des wackeren EE-Subventionsjägers in Wallung bringen ... Die Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche hat diese Themen kürzlich auf den Tisch der empörten und laut aufschreienden Branche gelegt. Und sie sind mehr als vernünftig: keine andere Branche kann es sich erlauben, über den Bedarf hinaus zu produzieren und gleichzeitig einen Anspruch darauf zu haben, die eigene Überproduktion fürstlich vergütet zu bekommen ... dies was allenfalls das bekanntermaßen gescheiterte Geschäftsmodell der DDR vor 1989 ...

 

Das angekündigte "hochkarätige Experten-Podium" besteht dementsprechend aus einer müden und in die Jahre gekommenen Truppe von altbekannten Lobbyisten und EE-Profiteuren, die ihre Pfründe verteidigen wollen ... Vielleicht sollte man hier einmal den ein oder anderen Ökonomen, Physiker und Elektrotechniker hinzuziehen, der den Herrschaften erklärt, was erneuerbare Energien leisten können und vor allem auch, was sie nicht leisten können ...

 

Auch unser Bundeskanzler scheint mittlerweile an Erkenntnis hinzugewonnen zu haben ... Originalaussage vom 19.02.2026: "Die Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um" ...

 

Link zum Video: <Friedrich Merz zu den fehlgeleiteten Entwickungen der Energiewende>

Showdown im Gemeinderat Riegelberg

 

30.03.2026

 

Am 30.03.2026 stand erneut der Antrag der LINKEN und der FDP auf der Tagesordnung des Gemeinderates Riegelsberg, den "Fröhner Wald als ausgezeichnetes Naherholungsgebiet zu erhalten". Konkret ging es in dem Antrag darum, ein klares und eindeutiges Statement der Gemeinde gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen im Fröhner Wald abzugeben. Ein nahezu gleichlautender Antrag wurde bereits vor Monaten im Gemeinderat Heusweiler einstimmig von allen Fraktionen angenommen.

 

Vor der Aussprache und Abstimmung hatte der 1. Vorsitzende des Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.V. die Gelegenheit, den Rat und die in großer Zahl anwesenden Bürgerinnen und Bürger noch einmal in allen Details eindringlich zu sensibilisieren, was eine Umwandlung des Fröhner Waldes in ein Windkraftindustriegebiet für die Natur und die Menschen bedeuten würde.

 

Was dann folgte, wurde von den vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern mit Fassungslosigkeit und Kopfschütteln aufgenommen und kann nur als Kindergarten bezeichnet werden. CDU und SPD ging es nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum, in einem unsäglichen Gerangel den eigenen Antrag durchzupeitschen.

 

Abschließend wurde der Antrag von CDU und SPD einstimmig (unter Abwesenheit der Vertreter von LINKEN und FDP) mit Ergänzung eines Nachtrags der GRÜNEN angenommen; er umfasst im Wesentlichen die folgenden Inhalte:

 

Der Gemeinderat Riegelsberg spricht sich gegen die Errichtung von Windenergieanlagen in ökologisch wertvollen, gewachsenen Waldgebieten wie z.B. dem Fröhner Wald aus, sofern hierfür erhebliche Rodungen erforderlich sind und nachhaltige Beeinträchtigungen von Flora, Fauna sowie des Landschaftsbildes zu erwarten sind.

 

Anmerkung des FW e.V.: die Einschränkungen (sofern …) sind völlig unsinnig und schaffen ohne Not Interpretationsspielräume für Bedingungen, die mit dem Bau von Windkraftanlagen in einem gewachsenen Waldgebiet automatisch erfüllt sind: selbstverständlich müssen für den Bau von Windkraftanlagen in einem intakten Wald erhebliche Rodungen vollzogen werden und selbstverständlich verändern über 250-300 m hohe Windkraftanlagen auf brutalste Art und Weise das Landschaftsbild und beeinträchtigen Flora und Fauna. Bei der Planung der Architektur eines Windkraftindustriegebietes spielen Kalamitätsflächen überhaupt keine Rolle; daraufhin hatte der 1. Vorsitzende des Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.V. eindeutig hingewiesen. CDU und SPD waren allerdings so stur, auf diesen völlig sinnleeren und die Grundaussage durch Interpretationsspielräume entwertenden Halbsatz unbedingt zu beharren.

 

Gleichzeitig baut der Rat vor, falls es – trotz der halbherzig ablehnenden Haltung – zu einem Genehmigungsantrag kommen sollte, was durchaus möglich ist. Man betont die Chancen für die Gemeinde in Bezug auf Klimaschutz, regionale Energieversorgung, mögliche Einnahmen, Bürgerbeteiligungen, günstigere Energiepreise und Unabhängigkeit von externen Energiequellen; Aspekte, die in einem weiteren Verfahren transparent darzustellen und angemessen zu berücksichtigen seien. Ebenso fordert man eine frühzeitige, umfassende und transparente Beteiligung in Bezug auf Beeinträchtigungen von Umwelt, Naherholung und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Die Landesregierung wird zudem aufgefordert, beim weiteren Ausbau der Windenergie einen ausgewogenen Ausgleich zwischen Klimaschutz, Naturschutz und den Interessen der betroffenen Kommunen sicherzustellen. Insbesondere sei darauf zu achten, dass die Ausbauziele nicht zu Lasten von Mindestabständen zur Wohnbebauung oder sensiblen Naturräumen erreicht werden.

 

Anmerkung des FW e.V.: das ein oder andere Thema soweit nicht falsch, aber es verwässert in völlig unnötiger Weise den Sachverhalt der grundsätzlichen Ablehnung der Anlagen im Fröhner Wald. Zudem sind viele diese Punkte essentielle Bestandteile eines Prüfverfahrens seitens des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA). Der Mindestabstand ist zudem durch die Konzentrationszonenplanung bereits festgelegt; hier wäre im Hinblick auf die enorm gestiegene Anlagenhöhe eine Revision dringend notwendig; ein wichtiger Aspekt, auf den der 1. Vorsitzende des Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.V. hingewiesen hat und der im Gemeinderatsbeschluss keinerlei Berücksichtigung fand.

 

Der Nachtrag der GRÜNEN sieht vor, dass das LUA aufgefordert werden soll, bei Eingang einer "Projektanfrage" oder "Projektvoranfrage", ein umfassendes Prüfverfahren zu veranlassen. Die Verwaltung soll zudem prüfen, ob in diesem Fall alternative Flächen im Gemeindegebiet vorhanden sind und die Eigentümer sollten aufgefordert werden, Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.

 

Anmerkung des FW e.V.: dieser Nachtrag ist völlig unnötig und zeugt von absoluter Unkenntnis der Zusammenhänge und Verfahrensabläufe. Ein Mindestmaß an Wissen hierüber sollte unseres Erachtens bei der Übernahme eines kommunalen Mandats durchaus vorhanden sein ... Das LUA bearbeitet keine "Projektanfragen" oder "Projektvoranfragen", sondern allenfalls Genehmigungsanträge. Dabei ist es die ureigene Aufgabe des LUA, bei Eingang eines Antrags Gutachten zu fordern und diese zu bewerten; dies bedarf keiner zusätzlichen Aufforderung. Alternative Flächen im Bereich der Gemeinde Riegelsberg gibt es nicht und wenn es sie gäbe, kämen sie nach Eingang eines Antrags beim LUA nicht mehr in Betracht, da der Projektierer bereits Verträge geschlossen hat und finanziell in erhebliche Vorleistung getreten ist. Als Projektierer ist die Trianel GmbH, ein Verbund aus über 50 Stadtwerken im Gespräch; Bürgerbeteiligungen sind in der Grundstruktur dieses Unternehmens nicht vorgesehen.

 

Abschließend: die Veranstaltung war wieder einmal ein klassisches Beispiel einer "Pseudo-Bürgerbeteiligung" … Den Fraktionen wurden seitens des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. kistenweise Argumente zur Verfügung gestellt, die eigenen Anträge zu hinterfragen. Anstelle dessen wurde von CDU und SPD ein unsägliches Theater aufgeführt, um den eigenen im Vorfeld bereits festgelegten Antrag durchzupeitschen. LINKE und FDP waren sogar dazu bereit gewesen, dem mit Punkten der GRÜNEN ergänzten CDU- und SPD-Antrag zuzustimmen, wenn man denn den unnötigen einschränkenden Halbsatz zum Fröhner Wald (sofern ...) gestrichen hätte. Dafür brauchten dann die beiden "großen " Parteien eine längere Sitzungspause, um diesen versöhnlichen Vorschlag danach stur und trotzig abzulehnen ...

 

Die Einzigen, denen diese unwürdigen Spielchen offensichtlich aufgefallen sind, waren die außerhalb der Polit-Blase befindlichen anwesenden Bürgerinnen und Bürger und vermutlich auch der Pressevertreter der Saarbrücker Zeitung. Wer Politikverdrossenheit fördern will, verfährt genau in dieser Art und Weise und leistet dem Aufstieg der AfD weiter Vorschub.

 

<Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung zur Gemeinderatssitzung vom 30.03.2026>

 

Nachfolgend der Bericht unserer Freunde von Haus & Grund Riegelsberg e.V. zu den Windkraftbeschlüssen des Gemeinderates Riegelsberg vom 30.03.2026.

 

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Rechtsanwalt Horst Altmeyer bringt es auf den Punkt: misslungene Kommödie, Debakel und Schmierentheater ...

 

Interessant auch der Verweis auf die Bürgerbefragung aus dem Jahr 2014, in der sich 67,4% der Riegelsberger Bürgerinnen und Bürger eindeutig gegen den Bau von Windkraftanlagen ausgesprochen hatten - ein Votum, das in dieser Größenordnung einem Gemeinderat eigentlich heilig sein sollte ...

Antrag der LINKEN und der FDP zum Erhalt des Fröhner Waldes als ausgezeichnetes Naherholungsgebiet
260114- Antrag GR FDP Linke FroehnerWald[...]
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Newsletter von Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal zur Sitzung des Gemeinderates Riegelsberg vom 30.03.2026

 

28.03.2026

Windpark Hellenhausen bei Mangelhausen - ein bitterer Vorgeschmack auf das, was uns im Fröhner Wald erwarten wird ...

 

23.03.2026

 

Im Windpark Hellenhausen wird aktuell eine einzige Enercon E-175 EP5 mit einer Gesamthöhe von ca. 250 m gebaut. Wir haben uns einmal vor Ort umgeschaut, was bereits eine einzige Anlage an Naturzerstörung mit sich bringt ... Es ist unfassbar: riesige Flächen werden geschottert und extremst verdichtet, haushohe Böschungen werden angelegt, autobahnähnliche Trassen planiert - und am Ende wird uns wieder die altbekannte Lüge von den nur 0,5 Hektar langfristiger Inanspruchnahme erzählt.

 

Die gezeigten Photos verdeutlichen noch nicht einmal im Ansatz, was sich hier vor Ort gerade an Naturschändung vollzieht. Wir können Ihnen nur empfehlen: fahren Sie hin, machen Sie einen kleinen Spaziergang und schauen Sie sich die Sauerei selbst an, um sich eine Meinung zu bilden ...

 

Im Fröhner Wald sollen vorerst (!) vier Anlagen gebaut werden. Was das bedeutet, sollte bei den gezeigten Aufnahmen jedem klar sein: unser Wald wird ruiniert werden und er wird es auch bleiben ...

 

Wir retten mit dem Bau dieser Anlagen in unseren Wäldern nicht die Welt; wir schalten auch keine Kraftwerke ab und Starkregenereignisse in der Region werden dadurch auch nicht beeinflusst. Die einzige signifikante Auswirkung des Baus derartiger Anlagen ist die Tatsache, dass sich Projektierer, Betreiber und Verpächter der Flächen zu Lasten der Natur und der anwohnenden Menschen die Taschen voll machen ...

Videoserie zur Windkraft im Wald von Prof. Dr. Andreas Schulte

 

22.03.2026

 

Wenn Sie sich über das Thema "Windkraft im Wald" ernsthaft und auf wissenschaftlicher Grundlage informieren möchten, so empfehlen wir die gleichnamige Videoserie des Kanals CumTempore von Prof. Dr. Andreas Schulte, Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft der Universität Münster von 2003-2023. In keinem anderen Bereich wird mit einer derartig erschreckenden Doppelmoral und Verlogenheit vorgegangen wie beim Thema "Windkraft im Wald" ...

Newsletter unserer Freunde von Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal

 

07.03.2026

Friedrich Merz bei NIUS - spät aber immerhin ...

 

21.02.2026

 

Beginnt so langsam die Erkenntnis, dass es eines Wendemanövers in der immer enger werdenen energiepoltischen Sackgasse bedarf? Warten wir einmal ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden und wie er das seiner 14%-SPD vermitteln kann ...

 

https://nius.de/politik/news/merz-tut-ploetzlich-anti-gruen-die-energiewende-wenn-wir-sie-jetzt-nicht-korrigieren-bringt-uns-um

Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal e.V. veröffentlicht Gastkommentar des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. zu den aktuellen Windkraftplanungen im Fröhner Wald

 

15.02.2026

 

Wie bereits im Jahr 2016 unterstützt uns der Verein Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal e.V. in unseren Bemühungen gegen die aktuellen Windkraftplanungen im Fröhner Wald. Wir danken dem 1. Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Horst Altmeyer für die klare Positionierung. Ein Gespräch mit dem Vorstand des Vereins wird in Kürze stattfinden. Mit einem Klick auf die untenstehende Graphik gelangen Sie zur Frontpage von Haus & Grund Riegelsberg-Köllertal e.V., auf der Sie den Beitrag lesen können.

Eng, enger, am engsten ...

 

07.02.2026

 

Der Regionalverband Saarbrücken zählt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Deutschlands. Gleichwohl hat sich die saarländische Landesregierung und der Kooperationsrat des Regionalverbandes Saarbrücken im Rahmen der saarländischen Weltenrettung das mehr als fragwürdige Ziel gesetzt, genau hier Windkraftanlagen bauen zu wollen. Und dies entgegen aller Vernunft; entgegen den Belangen des Natur- und Artenschutzes; entgegen den Bedenken des Denkmalschutzes und entgegen jedweder Interessen der anrainenden Bürgerinnen und Bürger ... mit dem Kopf durch die Wand und wie bekomme ich eine Kücheninsel in eine nur 10 Quadratmeter große Küche: das ist das Motto dieses traurigen planwirtschaftlichen Irrweges.

 

Die erste Graphik zeigt grob, was vom Fröhner Wald ausschließlich aus dem Blickwinkel eines Abstandes von nur 800 Metern zur Wohnbebauung (rote Kreise) theoretisch noch zur Bebauung mit Windkraftanlagen zur Verfügung stehen würde (gelb umrandet; die gepunktete Trennlinie zwischen SaarForst und dem Gebiet von Wegner ist nicht maßstabsgetreu). Dabei sind einzelne Gehöfte und neue Wohnbebauungen in der Gemarkung Bietschied, deren Schutzanspruch zu hinterfragen wäre, sowie diverse Nebenstraßen mit weiteren Bebauungen noch nicht einmal berücksichtigt. Die Abstandsplanung des Regionalverbandes beruhte auf Anlagen mit einer Gesamthöhe von maximal 230 m. Da die aktuelle Generation von Windkraftanlagen bereits über 300 m Höhe aufweist, wäre der Minimalabstand von 800 m zur Wohnbebauung ohnehin zu überdenken. Bei der Konzentrationszonenplanung des Regionalverbandes, die in der zweiten Graphik dargestellt ist, spielen neben den reinen Abstandsüberlegungen noch weitere wesentliche Aspekte eine Rolle, so dass die wirklich beplanbare Fläche (innerhalb der gelben Linie) insbesondere in Richtung des Ortes Holz abgeflacht noch geringer ausfällt. Die roten gestrichtelten Linien in der zweiten Graphik zeigt zudem die ursprüngliche und verworfene Planung des Regionalverbandes mit lediglich 650 m Bebauungsabstand, gegen den sich auch der Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. mit Vehemenz ausgesprochen hatte.

 

Die dritte Graphik zeigt im grünen Kreis die Fläche, die uns vor etwas mehr als einem Jahr in einem persönlichen Gespräch mit der der Waldeigentümerin zur möglichen Bebauung angezeigt wurde. Ein Teil dieser Fläche, nämlich der Bereich unterhalb des Weges (in Richtung Fröhner Weiher und Bietschied gerichtet) ist weder Bestandteil der Konzentrationszone, noch wären die im Flächennutzungsplan festgelegten Abstände zur Wohnbebauung eingehalten. Diese Fläche ist somit per se nicht genehmigungsfähig. Offensichtlich ist der Waldeigentümerin die Flächennutzungsplanung des Regionalverbandes mit der Ausschlusswirkung seiner Konzentrationszone nicht bekannt

 

Wir gehen daher bei den aktuell geplanten 3-4 Anlagen davon aus, dass der Projektierer auch mit SaarForst und ggfls. auch mit der RAG als Eigentümer des Wiesenbereichs im Gespräch ist, zumal es hier ganz sicher Rotorüberschläge geben wird. Auf das Gebiet von Wegner passen innerhalb der Konzentrationszone theoretisch allenfalls 1-2 Anlagen.

 

In der Graphik sind zudem die im Jahre 2015 durch die RAG geplanten drei Anlagen auf SaarForst-Gebiet abgebildet. Auf dem ursprünglichen Gebiet der RAG, auf dem nun die Erwerberin Margrit von Wegner Windkraftanlagen bauen möchte, war damals eine Bebauung aufgrund des Natur- und Artenschutzes sowie des Bürgerschutzes nicht möglich. Dies wirft zumindest einmal Fragen auf, die wir selbstverständlich stellen werden ... 

Gemeinderat Riegelsberg nimmt Antrag der FDP und der Linken zum Schutz des Fröhner Waldes von der Tagesordnung

 

26.01.2026

 

Im Unterschied zu Heusweiler wurde der von FDP und Linken gestellte Antrag zum Schutz des Fröhner Waldes durch den Riegelsberger Gemeinderat nicht angenommen. Genaugenommen wurde er noch nicht einmal beraten; er wurde durch Antrag der SPD unter Zustimmung von CDU und Grünen von der Tagesordnung genommen und das Thema in den Ausschuss verwiesen.

Wie bereits vor 12 Jahren geht der Gemeinderat Riegelsberg damit im Unterschied zu den Heusweiler Kolleginnen und Kollegen mit dem Thema Windkraft im Fröhner Wald nur sehr zögerlich um.

 

Bezüglich der SPD hatten wir nichts anderes erwartet; zu groß sind die Interessenskonflikte des SPD-Vorsitzenden Frank Schmidt, der als Landtagsabgeordneter die von der SPD-Alleinregierung ohne Not durchgepeitschten Landesgesetze (Saarländisches Flächenzielgesetz und Saarländisches Windenergie-Beteiligungssgesetz) zur Förderung der Windkraft im Wald mitgetragen hat. Privat ist er zudem mit der Regionalverbandsdirektorin liiert, die als Nachfolgerin von Peter Gillo all die unsäglichen Entscheidungen zur Konzentrationszonenplanung im Regionalverband Saarbrücken zu vertreten und zu verteidigen hat ... In Summe eine überaus unglückliche Gemengelage, bei der schon einmal die Interessen der Riegelsberger Bürgerinnen und Bürger unter die Räder kommen können ...

 

Etwas verwunderlich ist allerdings die Haltung der CDU-Fraktion und der Grünen. Angeblich würden Informationen fehlen, die dem Heusweiler Gemeinderat vorgelegen hätten. Dies ist defakto nicht der Fall. Auch in Heusweiler wurde lediglich ein Gespräch des Bürgermeisters mit dem Projektierer geführt - ebenso wie zwei Monate vorher in Riegelsberg. Nur hat der Heusweiler Verwaltungschef seinen Gemeinderat über dieses Thema informiert, was offensichtlich in Riegelsberg nicht der Fall war.

 

Man wolle nun noch Gespräche mit der Waldeigentümerin und dem Projektierer - auch zusammen mit Vertretern des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. - abwarten und dann entscheiden. Wir können diese Haltung nicht nachvollziehen. Alle nötigen Informationen für eine Grundsatzentscheidung konnten bereits der Presseberichterstattung entnommen werden; es gab ein Gespräch zwischen dem Projektierer, der Waldbesitzerin und Bürgermeister Häusle und die Position unserers Vereines ist sachlich fundiert klar formuliert: in einer inhaltsschweren 4-seitigen Informationsschrift, die wir ALLEN Mitgliedern des Gemeinderates Riegelsberg zusammen mit einem Anschreiben mit weiteren Hintergründen bereits am 17.01.2026 per Mail zukommen ließen. Man muss sich dann halt auch einmal die Mühe machen und diese Informationen durcharbeiten ... Da es exakt NULL Rückfragen zu dieser Mail gegeben hat, gehen wir einmal davon aus, dass genau dies nicht geschehen ist.

 

Abschließend: für die Bürgerinnen und Bürger aus Riegelsberg eine verpasste Chance, sehr frühzeitig ein klares Statement für den Erhalt des Fröhner Waldes in seiner bisherigen Form abzulegen. Schade, aber wir bleiben am Ball und werden unsere Positionen unbeirrt weiter vertreten.

Informationsschrift des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V., die vor der Sitzung an jedes einzelne Mitglied des Gemeinderates Riegelsberg mit einem persönlichen Anschreiben versendet wurde ...
Fröhner_Wald_Windkraft_2026.pdf
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Lügen und Wahrheiten zum Flächenbedarf von Windkraftanlagen

 

07.01.2026

 

Immer wieder wird von interessierten Kreisen der dauerhaft beanspruchte Flächenbedarf von Windkraftanlagen kleingerechnet. Googelt man über dieses Thema, so findet man auf hunderten von Seiten, die allesamt der Windkraftindustrie oder deren Lobby zuzuordnen sind, regelmäßig einen Wert von ca. 0,2 bis 0,5 Hektar (= 2.000 bis 5.000 qm).

 

Diese Zahl entspringt keiner wissenschaftlichen Studie, sondern einer kleinteiligen und nicht representativen Umfrage der staatlich geförderten Lobbyorganisation "Fachagentur Wind und Solar" unter Projektierern und Betreibern aus den Jahren 2020 und 2024.

 

Eine vom Staat ins Leben gerufene Interessensgemeinschaft der Frösche hat also bei den Fröschen nachgefragt, wie groß ihr Teich ist ... 

 

Respekt, clever gemacht ... und dann folgt die bewährte und bekannte Taktik dieser Branche, Dinge in Nebel zu verhüllen, haarsträubende Unwahrheiten zu erzählen und diese Unwahrheiten anschließend durch permanente Wiederholung in der Öffentlichkeit als Faktum zu manifestieren. So werden die 0,2 bis 0,5 Hektar auch immer wieder zur Relativierung des geplanten Waldfrevels gerne genannt und auch die tendenziell links-grün angehauchte bundesdeutsche Presse plappert dies dann völlig unreflektiert nach. Unsere Saarbrücker Zeitung ist hier nicht ausgenommen: gerne nachzulesen im Artikel "Windradzoff im Fröhner Wald" von Marco Reuther in der SZ vom 10.12.2025 - auch hier fallen die 0,5 Hektar pro Windrad.

 

Wenn man Windkraftstandorte einmal vor Ort begeht, dann beschleicht einem bereits der dumpfe Verdacht, dass da irgendetwas nicht stimmen kann ... Und mit ein wenig Recherche lässt sich die Realität sehr leicht herausfinden. Im Internet finden sich unter google.earth unzählige Windkraftstandorte, deren Bebauung bereits vor vielen Jahren abgeschlossen wurde und deren finaler Flächenbedarf einfach per Polygonvermessung über das Programm ermittelt werden kann. Wir haben dies einmal beispielhaft anhand einer der beiden Windkraftanlagen in Saarbrücken Von der Heydt, die seit mehreren Jahren in Betrieb sind, gemacht.

 

Das Ergebnis ist genauso vorhersehbar wie ernüchternd: aus den angeblich ca. 2.000 bis 5.000 Quadratmetern werden ganz plötzlich mehr als 13.000 Quadratmeter. Und dies ist nach unseren Recherchen nicht die Ausnahme, sondern bundesweite traurige Normalität ... Im Regelfall werden incl. der verbleibenden oftmals asphaltierten Zuwegungen und der teilweise meterhohen ökologisch wertlosen Randböschungen zwischen 1,0 und 2,5 Hektar Fläche dauerhaft beansprucht - pro Windkraftanlage versteht sich ...

 

Selbst wenn seit der Aufnahme des google.earth-Ausschnittes in Von der Heydt bereits eine gewisse Zeit verstrichen ist, so besteht im Randbereich allenfalls oberflächiger minderwertiger Grünwuchs, der den gerodeten alten Wald niemals ersetzen kann; gesunder und ökologisch wertvoller neuer Wald wird auf diesen bis in große Tiefen extrem verdichteten und in ihrem Wasserhaushalt irreparabel gestörten Flächen rund um die Fundamente definitiv nicht mehr wachsen.

 

Bleibt die Frage, wie es sein kann, dass öffentliche Qualitäts(?)-Medien, wie die Saarbrücker Zeitung, in ihren Recherchen nicht auf derartige Unstimmigkeiten stoßen. Die Frage ist einfach zu beantworten: weil sich die verantwortlichen Redakteure nicht für Wahrheiten interessieren, die ihrer eigenen links-grün ideologisterten Einstellung entgegenlaufen. Seriöser Journalismus tritt dabei zunehmend in den Hintergrund; im Vordergrund stehen blinder Öko-Aktivismus und Missionarentum, den diese Herrschaften unter Ausnutzung ihres Veröffentlichungsmonopols zur Belehrung der dummen Bevölkerung begeistert ausleben ... Dem Leser bleibt es dann in letzter Konsequenz allenfalls vorbehalten, dieses Spiel der Volksverdummung nicht mitzumachen und sein Zeitungsabonnement zu kündigen ...

 

Passend zu diesem Thema empfehlen wir das <Video 2 von 7> von Prof. Dr. Andreas Schulte, Forstwissenschaftler der Universität Münster zum Thema Entwaldung ... 

Im Fröhner Wintermärchenwald

 

04.01.2026

 

Das Foto zeigt den linken Hauptweg kurz vor der großen Wiese in Richtung Riegelsberg-Hilschbach. Links und rechts des Weges gibt es in diesem Bereich Vorplanungen von bis zu vier Windrädern.

Aktuelle Mitgliederzahl des Fröhner Wald e.V.:

       444

(Stand 23.03.2026)

Bankverbindung

Kontoinhaber: Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.

Sparkasse Saarbrücken
IBAN:DE71 5905 0101 0067 0690 05

BIC: SAKSDE55XXX

 

Wir freuen uns über jede Zuwendung zur Unterstützung unserer Aktivitäten.

Kontakt

Bei Fragen und Anregungen

kontaktieren Sie uns bitte unter info@froehnerwald.de oder über unsere Kontaktseite. Wir werden Ihnen schnellstmöglich antworten.

Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

 

Mahatma Gandhi

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

 

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.

 

"Gut gemeint" ist das Gegenteil von "gut".

 

Bertolt Brecht

Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.

 

Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.

 

Cicero, Philippica 12,2

Haben wir eine größere Aufgabe, als die Schöpfung zu bewahren und damit die Nachwelt zu schützen? Ich kenne keine.

 

Richard von Weizsäcker

Welche Quelle der Freude, wenn man die Natur liebt.

 

Reinhold Messner

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