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Friedrich Merz bei NIUS - spät aber immerhin ...
21.02.2026
Beginnt so langsam die Erkenntnis, dass es eines Wendemanövers in der immer enger werdenen energiepoltischen Sackgasse bedarf? Warten wir einmal ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden und wie er das seiner 14%-SPD vermitteln kann ...
Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal e.V. veröffentlicht Gastkommentar des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. zu den aktuellen Windkraftplanungen im Fröhner Wald
15.02.2026
Wie bereits im Jahr 2016 unterstützt uns der Verein Haus & Grund Riegelsberg - Köllertal e.V. in unseren Bemühungen gegen die aktuellen Windkraftplanungen im Fröhner Wald. Wir danken dem 1. Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Horst Altmeyer für die klare Positionierung. Ein Gespräch mit dem Vorstand des Vereins wird in Kürze stattfinden. Mit einem Klick auf die untenstehende Graphik gelangen Sie zur Frontpage von Haus & Grund Riegelsberg-Köllertal e.V., auf der Sie den Beitrag lesen können.
Eng, enger, am engsten ...
07.02.2026
Der Regionalverband Saarbrücken zählt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Deutschlands. Gleichwohl hat sich die saarländische Landesregierung und der Kooperationsrat des Regionalverbandes Saarbrücken im Rahmen der saarländischen Weltenrettung das mehr als fragwürdige Ziel gesetzt, genau hier Windkraftanlagen bauen zu wollen. Und dies entgegen aller Vernunft; entgegen den Belangen des Natur- und Artenschutzes; entgegen den Bedenken des Denkmalschutzes und entgegen jedweder Interessen der anrainenden Bürgerinnen und Bürger ... mit dem Kopf durch die Wand und wie bekomme ich eine Kücheninsel in eine nur 10 Quadratmeter große Küche: das ist das Motto dieses traurigen planwirtschaftlichen Irrweges.
Die erste Graphik zeigt grob, was vom Fröhner Wald ausschließlich aus dem Blickwinkel eines Abstandes von nur 800 Metern zur Wohnbebauung (rote Kreise) theoretisch noch zur Bebauung mit Windkraftanlagen zur Verfügung stehen würde (gelb umrandet; die gepunktete Trennlinie zwischen SaarForst und dem Gebiet von Wegner ist nicht maßstabsgetreu). Dabei sind einzelne Gehöfte und neue Wohnbebauungen in der Gemarkung Bietschied, deren Schutzanspruch zu hinterfragen wäre, sowie diverse Nebenstraßen mit weiteren Bebauungen noch nicht einmal berücksichtigt. Die Abstandsplanung des Regionalverbandes beruhte auf Anlagen mit einer Gesamthöhe von maximal 230 m. Da die aktuelle Generation von Windkraftanlagen bereits über 300 m Höhe aufweist, wäre der Minimalabstand von 800 m zur Wohnbebauung ohnehin zu überdenken. Bei der Konzentrationszonenplanung des Regionalverbandes, die in der zweiten Graphik dargestellt ist, spielen neben den reinen Abstandsüberlegungen noch weitere wesentliche Aspekte eine Rolle, so dass die wirklich beplanbare Fläche (innerhalb der gelben Linie) insbesondere in Richtung des Ortes Holz abgeflacht noch geringer ausfällt. Die roten gestrichtelten Linien in der zweiten Graphik zeigt zudem die ursprüngliche und verworfene Planung des Regionalverbandes mit lediglich 650 m Bebauungsabstand, gegen den sich auch der Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. mit Vehemenz ausgesprochen hatte.
Die dritte Graphik zeigt im grünen Kreis die Fläche, die uns vor etwas mehr als einem Jahr in einem persönlichen Gespräch mit der der Waldeigentümerin zur möglichen Bebauung angezeigt wurde. Ein Teil dieser Fläche, nämlich der Bereich unterhalb des Weges (in Richtung Fröhner Weiher und Bietschied gerichtet) ist weder Bestandteil der Konzentrationszone, noch wären die im Flächennutzungsplan festgelegten Abstände zur Wohnbebauung eingehalten. Diese Fläche ist somit per se nicht genehmigungsfähig. Offensichtlich ist der Waldeigentümerin die Flächennutzungsplanung des Regionalverbandes mit der Ausschlusswirkung seiner Konzentrationszone nicht bekannt.
Wir gehen daher bei den aktuell geplanten 3-4 Anlagen davon aus, dass der Projektierer auch mit SaarForst und ggfls. auch mit der RAG als Eigentümer des Wiesenbereichs im Gespräch ist, zumal es hier ganz sicher Rotorüberschläge geben wird. Auf das Gebiet von Wegner passen innerhalb der Konzentrationszone theoretisch allenfalls 1-2 Anlagen.
In der Graphik sind zudem die im Jahre 2015 durch die RAG geplanten drei Anlagen auf SaarForst-Gebiet abgebildet. Auf dem ursprünglichen Gebiet der RAG, auf dem nun die Erwerberin Margrit von Wegner Windkraftanlagen bauen möchte, war damals eine Bebauung aufgrund des Natur- und Artenschutzes sowie des Bürgerschutzes nicht möglich. Dies wirft zumindest einmal Fragen auf, die wir selbstverständlich stellen werden ...
Gemeinderat Riegelsberg nimmt Antrag der FDP und der Linken zum Schutz des Fröhner Waldes von der Tagesordnung
26.01.2026
Im Unterschied zu Heusweiler wurde der von FDP und Linken gestellte Antrag zum Schutz des Fröhner Waldes durch den Riegelsberger Gemeinderat nicht angenommen. Genaugenommen wurde er noch nicht einmal beraten; er wurde durch Antrag der SPD unter Zustimmung von CDU und Grünen von der Tagesordnung genommen und das Thema in den Ausschuss verwiesen.
Wie bereits vor 12 Jahren geht der Gemeinderat Riegelsberg damit im Unterschied zu den Heusweiler Kolleginnen und Kollegen mit dem Thema Windkraft im Fröhner Wald nur sehr zögerlich um.
Bezüglich der SPD hatten wir nichts anderes erwartet; zu groß sind die Interessenskonflikte des SPD-Vorsitzenden Frank Schmidt, der als Landtagsabgeordneter die von der SPD-Alleinregierung ohne Not durchgepeitschten Landesgesetze (Saarländisches Flächenzielgesetz und Saarländisches Windenergie-Beteiligungssgesetz) zur Förderung der Windkraft im Wald mitgetragen hat. Privat ist er zudem mit der Regionalverbandsdirektorin liiert, die als Nachfolgerin von Peter Gillo all die unsäglichen Entscheidungen zur Konzentrationszonenplanung im Regionalverband Saarbrücken zu vertreten und zu verteidigen hat ... In Summe eine überaus unglückliche Gemengelage, bei der schon einmal die Interessen der Riegelsberger Bürgerinnen und Bürger unter die Räder kommen können ...
Etwas verwunderlich ist allerdings die Haltung der CDU-Fraktion und der Grünen. Angeblich würden Informationen fehlen, die dem Heusweiler Gemeinderat vorgelegen hätten. Dies ist defakto nicht der Fall. Auch in Heusweiler wurde lediglich ein Gespräch des Bürgermeisters mit dem Projektierer geführt - ebenso wie zwei Monate vorher in Riegelsberg. Nur hat der Heusweiler Verwaltungschef seinen Gemeinderat über dieses Thema informiert, was offensichtlich in Riegelsberg nicht der Fall war.
Man wolle nun noch Gespräche mit der Waldeigentümerin und dem Projektierer - auch zusammen mit Vertretern des Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. - abwarten und dann entscheiden. Wir können diese Haltung nicht nachvollziehen. Alle nötigen Informationen für eine Grundsatzentscheidung konnten bereits der Presseberichterstattung entnommen werden; es gab ein Gespräch zwischen dem Projektierer, der Waldbesitzerin und Bürgermeister Häusle und die Position unserers Vereines ist sachlich fundiert klar formuliert: in einer inhaltsschweren 4-seitigen Informationsschrift, die wir ALLEN Mitgliedern des Gemeinderates Riegelsberg zusammen mit einem Anschreiben mit weiteren Hintergründen bereits am 17.01.2026 per Mail zukommen ließen. Man muss sich dann halt auch einmal die Mühe machen und diese Informationen durcharbeiten ... Da es exakt NULL Rückfragen zu dieser Mail gegeben hat, gehen wir einmal davon aus, dass genau dies nicht geschehen ist.
Abschließend: für die Bürgerinnen und Bürger aus Riegelsberg eine verpasste Chance, sehr frühzeitig ein klares Statement für den Erhalt des Fröhner Waldes in seiner bisherigen Form abzulegen. Schade, aber wir bleiben am Ball und werden unsere Positionen unbeirrt weiter vertreten.
WINDKRAFTINDUSTRIEGEBIET
demnächst in Ihrem Fröhner Wald ...
Lügen und Wahrheiten zum Flächenbedarf von Windkraftanlagen
07.01.2026
Immer wieder wird von interessierten Kreisen der dauerhaft beanspruchte Flächenbedarf von Windkraftanlagen kleingerechnet. Googelt man über dieses Thema, so findet man auf hunderten von Seiten, die allesamt der Windkraftindustrie oder deren Lobby zuzuordnen sind, regelmäßig einen Wert von ca. 0,2 bis 0,5 Hektar (= 2.000 bis 5.000 qm).
Diese Zahl entspringt keiner wissenschaftlichen Studie, sondern einer kleinteiligen und nicht representativen Umfrage der staatlich geförderten Lobbyorganisation "Fachagentur Wind und Solar" unter Projektierern und Betreibern aus den Jahren 2020 und 2024.
Eine vom Staat ins Leben gerufene Interessensgemeinschaft der Frösche hat also bei den Fröschen nachgefragt, wie groß ihr Teich ist ...
Respekt, clever gemacht ... und dann folgt die bewährte und bekannte Taktik dieser Branche, Dinge in Nebel zu verhüllen, haarsträubende Unwahrheiten zu erzählen und diese Unwahrheiten anschließend durch permanente Wiederholung in der Öffentlichkeit als Faktum zu manifestieren. So werden die 0,2 bis 0,5 Hektar auch immer wieder zur Relativierung des geplanten Waldfrevels gerne genannt und auch die tendenziell links-grün angehauchte bundesdeutsche Presse plappert dies dann völlig unreflektiert nach. Unsere Saarbrücker Zeitung ist hier nicht ausgenommen: gerne nachzulesen im Artikel "Windradzoff im Fröhner Wald" von Marco Reuther in der SZ vom 10.12.2025 - auch hier fallen die 0,5 Hektar pro Windrad.
Wenn man Windkraftstandorte einmal vor Ort begeht, dann beschleicht einem bereits der dumpfe Verdacht, dass da irgendetwas nicht stimmen kann ... Und mit ein wenig Recherche lässt sich die Realität sehr leicht herausfinden. Im Internet finden sich unter google.earth unzählige Windkraftstandorte, deren Bebauung bereits vor vielen Jahren abgeschlossen wurde und deren finaler Flächenbedarf einfach per Polygonvermessung über das Programm ermittelt werden kann. Wir haben dies einmal beispielhaft anhand einer der beiden Windkraftanlagen in Saarbrücken Von der Heydt, die seit mehreren Jahren in Betrieb sind, gemacht.
Das Ergebnis ist genauso vorhersehbar wie ernüchternd: aus den angeblich ca. 2.000 bis 5.000 Quadratmetern werden ganz plötzlich mehr als 13.000 Quadratmeter. Und dies ist nach unseren Recherchen nicht die Ausnahme, sondern bundesweite traurige Normalität ... Im Regelfall werden incl. der verbleibenden oftmals asphaltierten Zuwegungen und der teilweise meterhohen ökologisch wertlosen Randböschungen zwischen 1,0 und 2,5 Hektar Fläche dauerhaft beansprucht - pro Windkraftanlage versteht sich ...
Selbst wenn seit der Aufnahme des google.earth-Ausschnittes in Von der Heydt bereits eine gewisse Zeit verstrichen ist, so besteht im Randbereich allenfalls oberflächiger minderwertiger Grünwuchs, der den gerodeten alten Wald niemals ersetzen kann; gesunder und ökologisch wertvoller neuer Wald wird auf diesen bis in große Tiefen extrem verdichteten und in ihrem Wasserhaushalt irreparabel gestörten Flächen rund um die Fundamente definitiv nicht mehr wachsen.
Bleibt die Frage, wie es sein kann, dass öffentliche Qualitäts(?)-Medien, wie die Saarbrücker Zeitung, in ihren Recherchen nicht auf derartige Unstimmigkeiten stoßen. Die Frage ist einfach zu beantworten: weil sich die verantwortlichen Redakteure nicht für Wahrheiten interessieren, die ihrer eigenen links-grün ideologisterten Einstellung entgegenlaufen. Seriöser Journalismus tritt dabei zunehmend in den Hintergrund; im Vordergrund stehen blinder Öko-Aktivismus und Missionarentum, den diese Herrschaften unter Ausnutzung ihres Veröffentlichungsmonopols zur Belehrung der dummen Bevölkerung begeistert ausleben ... Dem Leser bleibt es dann in letzter Konsequenz allenfalls vorbehalten, dieses Spiel der Volksverdummung nicht mitzumachen und sein Zeitungsabonnement zu kündigen ...
Passend zu diesem Thema empfehlen wir das <Video 2 von 7> von Prof. Dr. Andreas Schulte, Forstwissenschaftler der Universität Münster zum Thema Entwaldung ...
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