Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.
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Wald roden und gleichzeitig schützen - wie passt das zusammen?

 

20.05.2022

 

Die Agrarministerkonferenz berät über die Honorierung und Anerkennung der Klimaschutzleistung des Waldes. Gleichzeitig beabsichtigt die Saar-SPD die Rückabwicklung der Novelle des Saarländischen Landeswaldgesetzes, um die Rodung von altem historischen Baumbestand des Landes zum Bau von Windkraftanlagen mit geringem Nutzungsgrad zu ermöglichen. Wie passt das zusammen?

 

Liebe SPD, besinnt Euch - Ihr habt Euch da gewaltig vergaloppiert ... Es ist nicht alles schlecht und muss rückabgewickelt werden, bloß weil es die CDU einmal losgetreten hat ... Sonst folgt in 5 Jahren womöglich die Rückabwicklung der Rückabwicklung ...

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 20.05.2022

CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag fordert die SPD-Landesregierung zur Klarstellung in Sachen Landeswaldgesetz auf

 

17.05.2022

 

Mit Drucksache 17/013 vom 12.05.2022 fordert die CDU von der regierenden SPD unter anderem Auskunft darüber, welche Standorte unter den Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Gesetzesändetung fallen sollen, welche Planungen die Landesregierung mit den jeweiligen Standorten hat und wieviele Windräder hier errichtet werden sollen. Nun wird es interessant ...

Anfrage_CDU Fraktion_013.pdf
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Eine Eigentümerin, die sich kümmert ...

 

15.05.2022

 

Neben den normalen Einzelentnahmen von Bäumen im Rahmen der Nutzung eines Wirtschaftswaldes, sind leider auch ganze Waldbereiche des Fröhner Waldes der Trockenheit oder Schädlingen, wie dem Borkenkäfer, zum Opfer gefallen. Dieses Schadholz wurde aus dem Forst entfernt. Überall dort, wo nicht bereits junger Wald vorhanden war und nun mächtig nach oben drückt, wurde großflächig mit Setzlingen aufgeforstet. Eigentum verpflichtet - zumindest sollte es das ...

 

Unser Kompliment an die Eigentümerin, Frau Margit von Wegner und an ihren Revierförster Thomas Schledorn für diese vorbildliche Arbeit. Jeder, der das als "selbstverständlich" erachtet, darf sich gerne einmal im oberen Teil des Fröhner Waldes das Kontrastprogramm ansehen ... Dieser Teil befindet sich im Eigentum des Landes ...

Quelle: SR.de

 

05.05.2022

 

Liebe Freunde des Fröhner Waldes,

 

wie von uns bereits vor der Wahl vorhergesagt, kommen nun zunehmend Forderungen seitens der SPD nach Rückabwicklung der Änderungen des Landeswaldgesetzes aus 2017 auf die politische Tagesordnung. Neben Regionalverbandspräsident Gillo, der gemäß einer Berichtserstattung des SR gleich in völliger fachlicher Ahnungslosigkeit die komplette Abschaffung des Landeswaldgesetzes fordert, groovt sich auch bereits Ministerpräsidentin Rehlinger ein - gefolgt von lautstarker Unterstützung "interessierter" Kreise aus dem Bundesverband Windenergie e.V. und saarländischer Windkraftprofiteure ...

 

Noch einmal zur Erläuterung: seit 2017 schützt die Novelle des Landeswaldgesetzes "alten historischen Staatswald" - also Wald, der sich im Eigentum des Landes befindet und der seit hunderten von Jahren noch nie etwas anderes gesehen hat, als Bäume - vor der Bebauung durch Windkraft. Von diesem Schutz ausgenommen ist lediglich Staatswald, der besonders windhöffig ist UND bereits erschlossen ODER durch Windkraft vorbelastet ist. Kommunalwald oder Wald im Privateigentum werden durch das Landeswaldgesetz NICHT geschützt.

 

Der Fröhner Wald weist nach wie vor Konzentrationszonen für den Bau von Windkraftanlagen aus (rot umrandet = ursprünglich geplante Flächen mit 650 m Bebauungsabstand / gelb umrandet = aktuell geplante Fläche mit 800 m Bebauungsabstand).

Unter dem Schutz des Landeswaldgesetzes steht der obere theoretisch bebauungsfähige Teil des Fröhner Waldes, der ursprünglich durch die RAG mit Windkraftanlagen zugepflastert werden sollte.

 

Wir hatten uns damals mit großem Engagement und Fachwissen in Zusammenarbeit mit nahezu allen Fraktionen des Gemeinderates Heusweiler und mit Unterstützung des Heusweiler Bürgermeisters Thomas Redelberger sehr erfolgreich gegen den Ausbau zur Wehr gesetzt und den Bau der geplanten Anlagen letztendlich verhindert.

 

Der untere Teil des Fröhner Waldes (mit einem nur geringen Anteil an der Konzentrationszone) befindet sich im Privateigentum; die Eigentümerin hat mehrfach bekundet, dass sie am Bau von Windkraftanlagen keinerlei Interesse hat.

 

An den immissions-, natur- und denkmalschutzrechtlichen Gegebenheiten und Argumenten, die zur Rücknahme des Bauantrages seitens der RAG im Dezember 2016 führten, hat sich seitdem nichts geändert. Der Fröhner Wald ist aus vielerlei Hinsicht für den Ausbau mit Windkraftanlagen völlig ungeeignet.

 

Dennoch hatte der Regionalverband unter Federführung des besagten SPD-Regionalverbandsdirektors Gillo den Fröhner Wald in 2011 ff. als Konzentrationszone ausgewiesen. Hierbei stand weniger die fachliche Expertise im Vordergrund, als die schiere Verzweiflung, zwischen den vielen ungeeigneten Flächen innerhalb des dicht besiedelten Regionalverbandes Saarbrücken mit viel Planungsakrobatik und entgegen besseren Wissens überhaupt etwas an Gebietskulisse ausweisen zu können. Gebiete innerhalb der Landeshauptstadt, wie zum Beispiel im Saarbrücker Stadtwald nahe des Nobel-Wohngebietes Rotenbühl, hatte man aus fadenscheinigen Gründen (Störung des Blickes auf die Landmarke Schwarzenbergturm …) aus der Gebietskulisse genommen. Im Ergebnis ein planerisches Trauerspiel einer völlig überforderten Behörde; verkauft als professioneller Planungsprozess mit umfassender Bürgerbeteiligung, die nie wirklich stattgefunden hat. Alternative Fakten aus dem Saarbrücker Schloss sozusagen ...

Gestatten Sie uns noch einige klärende Worte zu unserer Einschätzung der aktuellen Situation:

 

Bislang wurden uns als Windkraftkritiker immer die vermeintlichen Totschlagsargumente „wir müssen doch mit Windkraft das Klima retten“ oder "wir müssen Cattenom abschalten" entgegengehalten. Beides ist trefflich misslungen ...

 

Von diesen Argumenten ist heute in Zeiten des Krieges zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine wenig bis keine Rede mehr und es werden neue "Argumente" völlig unzusammenhängend und unreflektiert durcheinandergeworfen.

 

Heute müssen wir angeblich Windräder bauen, um uns von russischem Gas zu befreien. Gas wird bislang aber in erster Linie als Prozessgas und zum Heizen benötigt und hat daher mit elektrischer Energie aufgrund der bisherigen Unmöglichkeit eines wirtschaftlichen Betriebes von Gaskraftwerken (Merit-Order) noch recht wenig zu tun.

 

Selbst Politiker, denen wir bislang klares Denkvermögen attestiert hätten, erblöden sich zur Stimmungsaufhellung grüner Koalitionspartner zu der Aussage, Windkraft sei "Freiheitsenergie" ... Übersehen wird dabei, dass das einzig "freie" an der Windkraft ihre unglückliche Eigenschaft ist, frei zu entscheiden, wann sie denn gelegentlich zur Verfügung stehen möchte. Zur Versorgungssicherheit trägt sie jedenfalls nicht bei. Und an dem grottigen Wirkungsgrad von wenigen Prozent hat sich in unseren Breiten seit 2011 auch nichts geändert.

 

Mehr noch: Wenn man in Deutschland bei der Entscheidung bleibt, Kohle- und Atomkraftwerke vorzeitig abschalten zu wollen, dann bedarf es genau wegen der Windkraft zusätzlicher regelbarer Gaskraftwerke, von denen aktuell zur Unterstützung der deutschen „Energiewende“ eine ganze Reihe in Planung sind, um den bei Windstille ausbleibenden Zappelstrom der Windräder zu ersetzen. Sonst gehen nämlich mangels vorhandener Großspeicher in Industrie und Haushalten buchstäblich die Lichter aus. Und das Argument, dass die mangelhafte Leistung von Windrädern durch Solaranlagen ausgeglichen werden kann, ist Wunschdenken, das spätestens in den in unseren Breiten häufig vorkommenden windstillen Nächten recht schnell als solches erkannt werden sollte …

 

Die korrekte und unbequeme Logik heißt also: Je mehr Windkraft, desto mehr Gasbedarf.

 

Russisches Gas kann dabei höchstens durch Gas aus anderen Regionen der Erde ersetzt werden; völlig darauf verzichten – was ständig suggeriert wird – kann man jedenfalls nicht. Das umtriebige Verhalten unseres grünen Bundeswirtschaftsministers in Sachen Gas mitsamt Kniefällen und „großartigen“ Ergebnissen in Qatar ist da sehr bezeichnend …

 

Bezüglich des Prozessgases wird sich der Wasserstoff-Hype als technologischer und wirtschaftlicher Irrweg erster Güte erweisen. Erst kürzlich bezifferte Dr. Karl-Ulrich Köhler, Chef der SHS Stahl-Holding-Saar, alleine den Strombedarf zur Wasserstoffversorgung (etwa 100.000 Kubikmeter pro Stunde; Stromerzeugung pro Windrad durchschnittlich einige 10 Kubikmeter pro Stunde …) der saarländischen Stahlindustrie in einer Höhe des gesamten bisherigen Stromverbrauchs des Saarlandes. Und gab zu bedenken, dass sich seine Branche im weltweiten Wettbewerb insbesondere mit Asien befindet – allesamt Länder, die sich eine derartig kostentreibende energiepolitische Dekadenz nicht leisten.

 

Bleiben noch zur Sicherung einer stabilen Versorgung die französischen, schweizerischen, tcheschischen, rumänischen usw. Atomkraftwerke, von denen immer mehr gebaut werden und die uns beim wetterbedingten Ausfall der Erneuerbaren aus der Misere helfen können – worauf es vermutlich hinauslaufen wird …

 

Finde den Fehler ...

 

Der Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V. wird die weiteren politischen Entwicklungen rund um das Thema Windkraft mit wachem Auge beobachten ...

Schöne(!)Aussichten  für Holz und Riegelsberg ...

Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

 

Mahatma Gandhi

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Aktuelle Mitgliederzahl des Fröhner Wald e.V.:

       517

(Stand 01.07.2020)

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Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

 

Mahatma Gandhi

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

 

Bertolt Brecht

"Gut gemeint" ist das Gegenteil von "gut".

 

Bertolt Brecht

Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.

 

Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.

 

Cicero, Philippica 12,2

Haben wir eine größere Aufgabe, als die Schöpfung zu bewahren und damit die Nach- welt zu schützen? Ich kenne keine.

 

Richard von Weizsäcker

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