Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.
     Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.

Unsere Positionen und Forderungen zum Schutz der Natur und der Unversehrtheit der Flora und Fauna des Fröhner Waldes

 

  • Nach eigenem Bekunden des Regionalverbandes weist der Fröhner Wald eine nur geringe bis mittlere Eignung zur Errichtung von Windkraftanlagen auf - und dies bei teilweise sehr hohem Konfliktpotential in Bezug auf Artenschutz, vorhandene Altholzbestände mit Fledermausbesiedlung, Naherholungswert und Landschaftsbild mit besonders hoher flächenbezogener Sichtbarkeit der Anlagen. Die Aspekte "Beeinträchtigungen des Naherholungswertes, des Landschaftsbildes und der flächenbezogenen Sichtbarkeit der Anlagen" sind um so gewichtiger, da seit dieser Einschätzung des Regionalverbandes vor mehr als 10 Jahren die technisch machbare Anlagenhöhe um mehr als 100 m gestiegen ist. Damals waren Anlagen von unter 200 m Gesamthöhe die Regel; heute liegt der Standard bei bis zu 300 m Gesamthöhe, was die Thematik massiv verschärft. Es ist in Anbetracht derartiger Aussagen nicht nachvollziehbar und im Hinblick auf die technischen Veränderungen realisierbarer Anlagenhöhen unverantwortlich, überhaupt darüber nachzudenken, Windkraftanlagen im Fröhner Wald bauen zu wollen.

 

  • Der Fröhner Wald weist einen sehr alten und erhaltenswerten Baumbestand sowie zahlreiche ökologisch wertvolle Totholzbestände auf – beides würde durch den Bau von Windkraftanlagen zerstört oder massiv beeinträchtigt.

 

  • Der Fröhner Wald beherbergt windenergieempfindliche Tierarten, wie zum Beispiel verschiedene Fledermausarten, die in Altholzbeständen oder in den vorhandenen Bunkeranlagen des Westwalls nisten. Die Rotorblätter der Windkraftanlagen erzeugen Luftdruckschwankungen, durch die die Lungenbläschen der Tiere durch sogenannte Barotraumata platzen.

 

  • Hochfliegende Zugvögelschwärme (Kraniche, Störche etc.) überqueren jährlich den Fröhner Wald und werden durch Windräder buchstäblich geschreddert. Abschaltalgorithmen für diese Szenarien versagen regelmäßig.

 

  • Auch der strengstens unter Naturschutz stehende und extrem windkraftgefährdete Rotmilan mitsamt Nachwuchs wird über den an den Fröhner Wald angrenzenden Feldern und Wiesen jedes Jahr wiederkehrend und mit mehreren Brutstandorten in planungsrelevanter Entfernung zur Konzentrationszone gesichtet. Es sind dabei regelmäßig die gleichen Tiere bzw. ihre Nachkommen, die den weiten Weg über die spanischen Pyrenäen mit äußerster Präzision zurück in ihre Heimat im Fröhner Wald finden. 

 

  • Pro Windrad muss im Fröhner Wald zwangsläufig eine Fläche von bis zu 20.000 qm Wald gerodet werden; diese Fläche umfasst die Umgebung des Mastfußes, die Kranstellfläche, die Zufahrts- und Versorgungswege sowie die Strom-Trassenführung. Ein Großteil dieser gerodeten Flächen verbleibt dauerhaft versiegelt, verdichtet und ökologisch wertlos; den im Wald lebenden Wildtieren wird damit die Lebensgrundlage entzogen. Die üblicherweise gebetsmühlenartig erwähnten 0,5 Hektar einer dauerhaften Flächenbeanspruchung haben keinerlei empirische Grundlage, sondern entstammen einer Umfrage der Fachagentur Wind, einem Lobbyverein, unter den eigenen interessensgeleiteten Mitgliedern. 

 

  • Für die Stromtrassenführung und hunderten von Transporten werden zusätzliche Flächen aufgebrochen, Zuwegungen verbreitert und dauerhaft verdichtet - der gesamte Fröhner Wald wird zur Großbaustelle und letztendlich zum Windkraft-Industriegebiet.

 

  • Durch den Bau der WEA wird das geologisch wertvolle und international als Flächendenkmal anerkannte Holzer Konglomerat aufgebrochen und erheblich geschädigt.

 

  • Von den Windrädern geht eine erhebliche Brandgefahr für den Wald und die angrenzenden Wohnbebauungen durch technische Defekte und Blitzeinschlag aus. Windkraftanlagen sind in diesen Höhen definitiv nicht löschbar; die eng angrenzenden Wohnbebauungen wären im Falle eines Brandes unmittelbar bedroht.

 

  • Im Falle eines technischen Defektes oder eines Brandes werden pro Windrad bis zu 1.000 Liter mineralische Öle in den Waldboden eindringen und dort viele Millionen Kubikmeter Grundwasser verseuchen. Von den Förstern verlangt man für ihre Waldarbeiten Kettenöle auf Rapsölbasis um Beeinträchtigungen des Grundwassers zu vermeiden; bei der sakrosankten Windkraft soll dies alles völlig egal sein? Dies ist absolut nicht nachvollziehbar ...

 

  • Rotorblattabrieb durch Regen, Schnee und Hagel führen pro Windrad zur Einbringung von Schadstoffen in den Waldboden; darunter auch die berüchtigten PFAS, sog. Ewigkeitschemikalien, die nicht durch biologische oder chemische Prozesse abbaubar sind. Der Abrieb gelangt in den Erdboden und damit ins Grundwasser bzw. wird von Wildtieren aufgenommen.

 

  • Der Fröhner Wald ist als Teil des Saarkohlenwaldes; einem Waldareal, das bundesweit vom BdF als Waldgebiet des Jahres 2026 ausgewiesen wurde,

 

  • Rechtsseitig der Autobahn A1 befindet sich ein FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat), in dem die Erstellung von WEA aus natur- und artenschutzrechtlichen Gründen strengstens untersagt ist. Das ausgewiesene Windvorranggebiet links der Autobahn ist lediglich 200 m von diesem Schutzgebiet entfernt und erscheint in der Vogelperspektive als eine einzige geschlossene Einheit. Greifvögel halten sich bedauerlicherweise nicht an den Verlauf von Bundesautobahnen ...

 

  • Der Fröhner Wald muss als einzigartiges Naherholungsparadies und als CO2-Speicher in seiner jetzigen Form erhalten bleiben.

Aktuelle Mitgliederzahl des Fröhner Wald e.V.:

       446

(Stand 19.06.2026)

Bankverbindung

Kontoinhaber: Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.

Sparkasse Saarbrücken
IBAN:DE71 5905 0101 0067 0690 05

BIC: SAKSDE55XXX

 

Wir freuen uns über jede Zuwendung zur Unterstützung unserer Aktivitäten.

Kontakt

Bei Fragen und Anregungen

kontaktieren Sie uns bitte unter info@froehnerwald.de oder über unsere Kontaktseite. Wir werden Ihnen schnellstmöglich antworten.

Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

 

Mahatma Gandhi

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

 

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.

 

"Gut gemeint" ist das Gegenteil von "gut".

 

Bertolt Brecht

Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.

 

Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.

 

Cicero, Philippica 12,2

Haben wir eine größere Aufgabe, als die Schöpfung zu bewahren und damit die Nachwelt zu schützen? Ich kenne keine.

 

Richard von Weizsäcker

Welche Quelle der Freude, wenn man die Natur liebt.

 

Reinhold Messner

Druckversion | Sitemap
© Fröhner Wald - für Mensch und Natur e.V.