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Windkraft im Wald - Video 1 von 7
06.12.2025
CumTempore - Prof. Dr. Andreas Schulte - Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft der Universität Münster von 2003 - 2023
Eine wirklich interessante Videoserie von insgesamt 7 Videos, die mit den Märchen und Lügen über Windkraft im Wald gnadenlos aufräumt ... es geht um Geld, um viel Geld, um sonst nichts ... absolut sehenswerte 33 Minuten !!
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Sitzung des Gemeinderates Heusweiler am 11.12.2025 um 18:30 Uhr:
Antrag von FDP, SPD und IDAL, den Fröhner Wald als "ausgezeichnetes Naherholungsgebiet" zu schützen. Die Eigentümerin des Waldes und das LUA als Genehmigungsbehörde sollen aufgefordert werden, von dem Projekt des Baus von Windkraftanlagen im Fröhner Wald, Abstand zu nehmen.
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3.12.2025: Ortsrat Holz spricht sich mit einstimmigem Votum GRUNDSÄTZLICH gegen die Errichtung von Windkraft-anlagen im Fröhner Wald aus.
Ganz offensichtlich sind wir hier alle im falschen Film ...
23.11.2025
Kürzlich berichteten wir vom Neuaufflammen der Windkraftplanungen im Fröhner Wald und gleichzeitig überschlagen sich Meldungen, bei denen man sich im Hinblick auf dieses geplante Szenario nur die Augen reiben kann.
Aufwertung des Frohnwaldweges zu einem der schönsten Premiumwanderwege des Saarlandes
Stolz und in einträchtiger Stimmung lassen sich Politiker aller Couleur von Häusle über Redelberger bis zu Lehberger anlässlich der aufwertenden Neuzertifizierung des Frohnwaldweges gemeinsam beim Empfang der Urkunde ablichten. Dem Weg wurde eine abwechslungsreiche Wegführung, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, ein alter Baumbestand und naturbelassene Wege bescheinigt. In der Saarbrücker Zeitung wurde er sogar als einer der schönsten der 66 saarländischen Premiumwanderwege bezeichnet. Wunderbar … alle sind jetzt fürchterlich glücklich und zufrieden und das ist ja auch schön so … Seltsam ist dabei allerdings, dass die Schließung des Weges bis vor kurzem aufgrund zu hoher Unterhaltungskosten beschlossene Sache war … manchmal geschehen halt Zeichen und Wunder, die dem „normalen“ Bürger, der ja eigentlich Souverän von all dem ganzen Bums sein sollte, verborgen bleiben … <Bericht des Deutschen Wanderinstituts>
Auszeichnung des Saarkohlenwaldes als Waldgebiet des Jahres 2026
Natur und Geschichte treffen im Saarkohlenwald als Spiegelbild der saarländischen Geschichte aufeinander. Laut Bund Deutscher Forstleute (BDF) erfülle der Saarkohlenwald Aufgaben in einer Dichte, wie kaum ein anderer Wald in Deutschland – als Erholungsraum für rund 300.000 Menschen und mit Einblicken in die Geschichte seit der Römerzeit. Er wird auch als Zwei-Etagen-Wald bezeichnet mit einem aus Steinkohle gepressten unterirdischen Sumpfwald aus der Zeit des Karbons. Der Fröhner Wald gehört zum nordwestlichen Teil des Saarkohlenwaldes … Dieser Wald wurde nun BUNDESWEIT als Waldgebiet des Jahres 2026 ausgezeichnet. <Information des SaarForst> <Tag des Waldes>
NABU-Umfrage zeigt große Unterstützung für EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur
81,8% der saarländischen Bürgerinnen und Bürger unterstützen dieses Gesetz gegen die Widerstände von Waldbesitzern. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen dabei ein überraschend einheitliches Bild. In allen Bundesländern und unter den Wählern aller (!) Parteien gibt es große Unterstützung für größere Anstrengungen zur Wiederherstellung der Natur. Dabei befürworten die Menschen nicht nur explizit das Gesetz selbst, sondern wollen auch Maßnahmen zur Wiederherstellung der Natur sehen. <zur NABU-Umfrage>
Fröhner Wald als „ruhiges Gebiet“ im Rahmen des Lärmaktionsplans der Gemeinde Heusweiler aus dem Jahre 2018
Der Heusweiler Fröhner Wald wurde im Rahmen des Lärmaktionsplans der Gemeinde Heusweiler als „ruhiges Gebiet“ ausgewiesen, das einerseits eine geringe Lärmbelastung und andererseits einen hohen Naherholungswert aufweist. Eine entsprechende Weiterleitung erfolgte auf Grundlage der EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG und deren Umsetzung in §§ 47a-f BImSchG an die Europäische Kommission. Wesentlich bei der Festlegung ist die Forderung, dass bei künftigen Planungen darauf zu achten sei, dass diese Gebiete keiner weiteren Lärmbelastung ausgesetzt werden. <zum Lärmaktionsplan der Gemeinde Heusweiler>
Der geneigte Leser fasst sich jetzt hier wirklich an den Kopf … Dieser wertvolle und in vielerlei Hinsicht prämierte Wald soll allen Ernstes in eine laute Baugrube und danach in ein Windkraftindustriegebiet umgewandelt werden? Und dies aus reinen Profitgründen, damit sich einzelne Personen zu Lasten der Natur und der Menschen ungehemmt die Säcke voll stopfen? Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Wir fordern Politik und Genehmigungsbehörden unmissverständlich dazu auf, diesem unwürdigen Treiben ein klares und zügiges Ende zu bereiten …
08.11.2025
Es wird ernst …
Nach nunmehr 9 Jahren Burgfrieden konkretisieren sich neue Windkraftplanungen im Fröhner Wald. Die Ver-waltungen in Heusweiler und Riegelsberg sowie das LUA als Genehmigungsbehörde sind nach uns vor-liegenden Informationen bereits involviert - alles ganz offensichtlich unter dem Mäntelchen der Verschwie-genheit, um hinter dem Rücken der ahnungslosen Öffentlichkeit unumkehrbare Tatsachen zu schaffen.
Die Eigentümerin des nördlichen Teils des Fröhner Waldes, die mit uns stets eine offene Kommunikation pflegte, ging vermutlich auf Anraten Dritter auf Tauchstation und vertröstet uns auf eine öffentliche Informationsveranstaltung, die demnächst stattfinden soll. Offensichtlich konnte sie – entgegen ihrer bislang strikt ablehnenden Haltung zur Windkraft in ihrem Wald – den Verlockungen des großen Geldes durch die langjährige Verpachtung von Flächen an Windkraftbetreiber nicht mehr länger widerstehen.
Konkret soll es dem Vernehmen nach um vorerst (!) 3-4 Anlagen (ungefährer Standort der Anlagen ist rot umkreist) gehen, wobei davon auszugehen ist, dass SaarForst mit seinem südlich in Richtung A1 und Riegelsberg gelegenen Teil des Fröhner Waldes zur Sanierung seiner maroden Finanzen in dem dann mit Windkraft vorbelasteten Gebiet recht schnell mit weiteren Anlagen nachziehen wird. Die Pachtangebote der Windkraft-Projektierer sind einfach zu verlockend und bewegen sich in astronomischen Höhen.
Was der Bau von Windkraftanlagen im Fröhner Wald für Anwohner und Natur bedeuten wird, sollte klar sein:
In den ursprünglichen Planungen der Windkraft-Konzentrationszonen aus dem Jahre 2014 weist der Fröhner Wald nach eigenem Bekunden des Regionalverbandes Saarbrücken „eine nur geringe bis mittlere Eignung zur Errichtung von Windkraftanlagen auf – und dies bei teilweise sehr hohem Konfliktpotential in Bezug auf Artenschutz, vorhandene Altholzbestände mit Fledermausbesiedlung, Naherholungswert und Landschaftsbild mit besonders hoher flächenbezogener Sichtbarkeit der Anlagen“.
Ebenso hatte sich das Landesdenkmalamt vehement und mit Nachdruck gegen die Ausweisung des Fröhner Waldes als Vorrangzone für Windkraft ausgesprochen. Im Detail heißt es: „aus hiesiger Sicht sind aus kulturlandschaftlichen Erwägungen insbesondere die Flächen ... und im Fröhner Wald / Kasberg (RbHw1) aufgrund ihrer in wesentlichen Grundzügen gut nachvollziehbaren, historisch überlieferten Kulturlandschaft für die Ausweisung als Konzentrationszonen für Windkraftanlagen ungeeignet ... da sich aus hiesiger Sicht im Nachgang zur geplanten Ausweisung im Flächennutzungsplan, sowohl im Bereich der Flächen mit hoher archäologischer Funddichte als auch bei den Flächen mit hoher kulturlandschaftlicher Bedeutung, Probleme bei der Genehmigung, spätestens jedoch bei der Errichtung von Windrädern ergeben werden".
So war es der RAG als Vorbesitzer der jetzt beplanten Waldfläche aus Gründen des Natur- und Artenschutzes und der anwohnenden Bürger nicht gestattet, auf eigenem Gelände Windkraftanlagen zu bauen und letzt-endlich waren auch die danach geplanten Anlagen im benachbarten SaarForst nicht genehmigungsfähig.
Alle hierzu angefertigten Gutachten liegen uns vollumfänglich vor und strotzen nur so von Konfliktthemen. Auch wenn sich die Gesetzeslage etwas geändert hat, ist für uns nicht ersichtlich, wieso nun plötzlich nach all den Erkenntnissen aus den Jahren vor 2016 im Fröhner Wald wieder gebaut werden soll und darf.
Abschließend zur Klarstellung an all diejenigen, die uns nun das unvermeidbare und von interessierten Kreisen einstudierte „ja, aber wir müssen doch die Energiewende schaffen …“ entgegenhalten werden:
Weder der Vorstand des Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.V. noch seine Mitglieder sind Gegner erneuerbarer Energien. Allerdings lehnen wir aus den genannten objektiven Gründen Windkraftanlagen in unseren heimischen Wäldern strikt ab.
Der Fröhner Wald ist die grüne Lunge zwischen den Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg. Jeder der im Hochsommer diesen Wald betritt, spürt mit beeindruckender Intensität die klimaregulierende Wirkung des Waldes als Temperatursenker und Feuchtigkeitsspeicher unmittelbar am eigenen Körper.
Wer hier Windkraftanlagen aufstellt und dabei zigtausende von Quadratmetern Waldboden versiegelt sowie tausende von Tonnen an Stahl und Beton in ihm versenkt, kann nicht ernsthaft behaupten, er würde Klima- oder Naturschutz betreiben. Das Gegenteil ist der Fall – die entwaldeten Flächen stehen der Klimaregulation nicht mehr zur Verfügung und heizen sich weiter auf, wodurch auch ungeschützte Bäume im Randbereich der Anlagen durch das nun fehlende Laubdach zunehmend absterben.
Windräder stehen in erster Linie für hemmungslose Bereicherung. Bereicherung beim Projektierer, der ein lukratives Geschäftsmodell gefunden hat. Bereicherung beim Betreiber, der seinen Strom aufgrund politisch gewollter Strukturen des Strommarktes auch dann vergütet bekommt, wenn er nicht benötigt wird – oder ihn bei selbst verursachter Stromknappheit aufgrund des sog. Merit Order-Prinzips übervergütet bekommt. Und letztendlich Bereicherung bei den Verpächtern, denen unfassbare und nahezu obszöne Summen angeboten werden, die teilweise als Jahrespacht dem 10- bis 20-fachen des Bodenrichtwertes entsprechen – und dies für 20-25 Jahre garantiert. Als Waldeigentümerin überlegt man sich dann doch recht schnell einmal, ob man sich weiterhin ausschließlich den kargen und undankbaren Mühen der Waldwirtschaft unterwerfen möchte …
Die Zeche für diese ganzen Auswüchse zahlt dann der einfache Stromkunde über horrende Strompreise und den Verlust an Eigentum und Lebensqualität.
Der Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.V. lehnt den Bau von Windkraftanlagen im Fröhner Wald ent-schieden ab – an unserer Position hierzu hat sich seit der Niederlegung der Planungen in 2016 nichts geändert.
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Über nachfolgenden Link erhalten Sie eine tag- und stundengenaue Hochrechnung der Einspeiseleistung aller ca. 30.000 bundesdeutschen onshore-Windenergieanlagen. Die installierte Nennleistung, mit der gerne von "interessierter Seite" öffentlichkeitswirksam geworben wird, beträgt aktuell ca. 58.000 MW - die wirklich realisierte Einspeiseleistung liegt aber nur bei wenigen traurigen Prozent dieser Nennleistung.
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Für 2030 soll der Ausbau auf 115.000 MW erhöht werden; in 2035 sogar auf 157.000 MW ... Offensichtlich ist noch nicht durchgedrungen, dass bei der Windkraft das Argument "viel hilft viel" wegen großräumiger Wetterlagen keine Wirkung hat ...